21. Juni 2012

Der Name stammt eigentlich von einer fusselnden Farbwalze…

Bei Fusseltuning geht es darum, mit möglichst geringen finanziellen Mitteln möglichst außergewöhnliche Fahrzeuge auf die Räder zu stellen. Was zählt, sind Ideen und Phantasie, aus dem Vorhandenen etwas Witziges zu machen.

Es zählt nicht Perfektion bis in Details, sondern die Neuinterpretation des Vorhandenen. Eine perfekte Lackierung sucht man bei Fusslern vergeblich. Auch Lack, den man mit Walze und Pinsel aufträgt, kann effektvoll sein und erlaubt es ohne teuere Ausrüstung seine Designideen umzusetzen. Aber “nur” eine gerollte Lackierung macht noch kein Fusseltuning-Fahrzeug aus. Zum Fusseltuning zählt Detailverliebtheit mehr, als teuere Felgen und auch von dem Rest der Szene verschmähten Teilen kann man oft so neu interpretieren, dass sie etwas hermachen. Ab und an geht man auch mal einen Kompromiss ein, weil man ein Teil günstig, oder geschenkt bekommt. Und nicht alle Teile, die sich an Fusseltuning-Autos finden, waren ursprünglich für eben jene Autos gedacht – wenn sie überhaupt für Autos gemacht waren. Fusseltuning definiert sich nicht darüber, woher das verbaute Zubehör kommt, oder aus welcher Zeit es stammt. Es kommt darauf an, das gewählte Material so einzusetzen, dass es Spaß macht und im Gesamten ein Fahrzeug herauskommt, das sich von der Masse der Fahrzeuge deutlich abhebt. Und das ganze ohne übermäßigen finanziellen Einsatz. Ein durchschnittlicher Fusseltuning-Wagen, soweit man bei solchen Fahrzeugen überhaut das Wort Durchschnitt verwenden kann, ist mit 1.000,- Euro realisierbar, Arbeitszeit und Verschleißteile einmal nicht mitgerechnet.

Regeln, was erlaubt ist und was nicht, gibt es nicht. Jedoch sollte man nicht versuchen, ein Werk eines andern zu kopieren.

Etwas zum Thema Verkehrssicherheit: Egal, wie wild ein Fahrzeug umgebaut wird. An der Sicherheit darf nicht gespart werden. Es geht ja nicht nur um die eigene Sicherheit, sondern auch um die anderer Verkehrsteilnehmer. Und alle Umbauten erfolgen im Rahmen der StVZO, auch wenn das eine besondere Herausforderung darstellt. Aber wir leben nun einmal in Deutschland…




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